1. Lancia Flavia Sport Zagato (ab 1963)
    Seine ins Dach hineingezogenen hinteren Seitenfenster und der „umgeknickte“ Kühlergrill sind selbst für einen exzentrischen Karosserieschneider wie Zagato formal gewagt, aber erfrischend.
  2. Saab 96 Sport (ab 1965)
    Mit seinem Holzlenkrad und anderen sportlichen Details ein Brückenglied zu den überaus erfolgreichen Rallyeversionen der Schweden.
  3. Mercedes-Benz 230 SL (W 113, „Pagode“, ab 1963)
    Seine klare, schnörkellose Form war gegenüber dem etwas barocken 190 SL ein mutiger Schritt in die Moderne.
  4. Alfa Romeo Giulietta Sprint Coupé (ab 1954)
    Mit diesen weich fließenden, harmonischen Linien gelang Bertone eins seiner größten Meisterstücke.
  5. Porsche 911 Coupé (ab 1963)
    Auch wenn allzu viele Angeber das Markenimage trüben: Der Ur-Elfer mit seiner mustergültig klaren, an „Braun“ erinnernden Formensprache ist einfach eine Design-Ikone, die später durch schwulstige Auswüchse beschädigt wurde.
  6. Mercedes-Benz 230 S (W 111, „Heckflosse“, ab 1965)
    Der einzige Klassiker, den ich selbst (8 Jahre lang) besitzen und fahren konnte; allein schon das elegante große weiße Lenkrad war ein immerwährender Genuss.
  7. Ferrari 250 GT Coupé (ab 1958)
    Pininfarina zeichnete für diesen „Supersportwagen“ eine angenehm zurückhaltende und unaufgeregte Karosserie – mit einem „biederen“ Stufenheck!
  8. Peugeot 404 (ab 1960)
    Wieder ein klassisch schöner, niemals alternder Entwurf von Pininfarina, der ähnliche Stilmerkmale wie der Ferrari hat.
  9. VW-Porsche 914/4 (ab 1969)
    Der „Vopo“ hat mich schon immer durch seine nüchterne, sehr deutsche Zweckform beeindruckt. Am besten gefällt er mir mit dem bescheidenen VW-Motor und Stahlfelgen mit Radkappen, also ohne Imponiergehabe.
  10. Jaguar E-Type Coupé (Serie 1, ab 1963)
    Bis heute so formvollendet und sinnlich, dass ihn ein Italiener nicht schöner hätte zeichnen können.
  11. Alfa Romeo 2600 SZ (ab 1965)
    Ein für Zagato-Verhältnisse äußerst harmonischer und undramatischer Entwurf.
  12. Opel Diplomat V8 (Typ A, ab 1964)
    Wunderbar unvernünftig und mit seinen US-Stilzitaten für Nachkriegsdeutsche wie von einem anderen Stern. Am schönsten mit rotem Kunstlederinterieur.
  13. Matra-Bonnet Djet 5 (ab 1965)
    Der erste serienmäßige Mittelmotor-Sportwagen, unübersehbar vom Flugzeugbau inspiriert, bescheiden motorisiert, hochbeinig und mit schmalen Reifen - nichts für Aufschneider.
  14. NSU Prinz 1000 TTS (ab 1967)
    Der (relativ erfüllbare) Traum der männlichen Hälfte einer Generation, am schönsten in orange und natürlich mit aufgestellter Motorhaube im Heck.
  15. Simca 1000 Rallye 1 (ab 1969)
    Ebenfalls eine Granate, aber noch kleiner als der TTS und serienmäßig mit Schalensitzen und Kriegsbemalung.
  16. Opel Rallye Kadett (Typ B, ab 1966)
    Befreite Opel noch vor dem GT vom Hosenträger-Image, war liebevoll herausgeputzt und bis hin zu den mattschwarz umrandeten Armaturen durchgestylt.
  17. VW 411 (ab 1968)
    Der „Nasenbär“, so klobig und unproportioniert, dass er aus heutiger Sicht einen schrägen Reiz ausübt.
  18. Dodge Charger Daytona (ab 1969)
    Mehr Effekthascherei geht kaum noch, aber dennoch ist der spektakuläre Auftritt des „Muscle-Cars“ mit seiner aerodynamisch verlängerten Nase und dem riesigen Heckflügel unwiderstehlich.
  19. Volvo 262 Coupé (ab 1977)
    Obwohl von Bertone gezeichnet, ist er mit seinem panzerartigen Rumpf und dem tiefergelegten kleinen Dach gewöhnungsbedürftig, aber mittlerweile verführerisch wie ein optisch getunter „Hot Rod“.
  20. Triumph TR 7 Coupé (ab 1975)
    Wer sich an den anerkannten Klassikern von Triumph sattgesehen hat, entdeckt womöglich den Reiz dieses ursprünglich ungeliebten, betont keilförmigen Sonderlings.
  21. Innocenti Mini (ab 1974)
    Meister Bertone gelang es, für den Mini eine Hülle zu schaffen, die dem Original selbstbewusst gegenübertreten kann und ganz eigene Qualitäten aufweist.
  22. Mini Marcos GT (ab 1965)
    Ein typisch englischer, in einer kleinen Bastelbude hergestellter und nicht gerade wohlgeformter, aber herrlich skurriler Flitzer, den man auch als Bausatz bestellen und selbst zusammenschrauben konnte.
  23. Honda S 800 Coupé (ab 1968)
    Mit klassischen Proportionen, aber winzig klein und von einem extrem hochtourigen Motor angetrieben, ist dieser frühe Fernostimport ein schrulliger Außenseiter.
  24. Stutz Blackhawk (ab 1970)
    Wie aus einem Batman-Film entsprungen wirkt dieses in Handarbeit gefertigte Konglomerat aus Stilzitaten der Autohistorie – geschmacklos und zugleich faszinierend.
  25. Renault Avantime (ab 1999)
    Eins der ganz wenigen neueren Autos, das mich durch absolut eigenständiges, vorwärtsgewandtes Design überzeugt hat. Typisch, dass die Produktion nach einigen Jahren eingestellt und das Design auf Mainstream umgepolt wurde.